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150 Jahre Kölner Alpenverein

Natur, Gemeinschaft und Kultur.

2026 feiert der Kölner Alpenverein sein 150-jähriges Jubiläum mit einem umfangreichen und vielfältigen Programm. Neben zahlreichen internen Natur- und Bergsportangeboten gibt es auch ein öffentliches Kulturprogramm mit Bezug zur Vereinsgeschichte.

Seit vielen Jahren bin ich aktives Mitglied der Sektion und begleite zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen als Fotografin für das Referat Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch bekomme ich immer tiefere Einblicke – nicht nur in die Vielfalt des Vereins, sondern lerne auch viele neue Orte in Köln kennen.

150 Jahre bewegte Vereinsgeschichte

Der Kölner Alpenverein wurde am 19. Februar 1876 als „Sektion Rheinland“ des damals noch jungen Deutschen Alpenvereins gegründet. Ziel der frühen Mitglieder war es, das Bergsteigen und Wandern in den Alpen zu fördern und den Zugang zur alpinen Bergwelt zu erleichtern. Wie viele Alpenvereinssektionen engagierte sich auch die Kölner Sektion früh beim Ausbau von Wegen und Hütten sowie bei der Entwicklung des alpinen Tourismus.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Verein von einer kleinen Gruppe bergbegeisterter Kölner zu einer der größten Sektionen Deutschlands. Nach den Umbrüchen der beiden Weltkriege begann insbesondere ab den 1950er-Jahren ein starkes Wachstum. Mit dem zunehmenden Interesse an Freizeit- und Breitensport erweiterten sich auch die Aktivitäten des Vereins kontinuierlich.

Heute zählt der Kölner Alpenverein rund 26.000 Mitglieder und ist damit – nach dem 1. FC Köln – der zweitgrößte Verein der Stadt Köln. Das Angebot reicht inzwischen von Wandern, Hochtouren und Klettersport bis zu Mountainbike-Touren, Ausbildungsangeboten und Wettkampfklettern. Gleichzeitig engagiert sich der Verein in den Bereichen Natur- und Klimaschutz, Jugendarbeit sowie gesellschaftlicher Vielfalt und Erinnerungskultur.

Erinnerungskultur im öffentlichen Raum

Die Stolperstein-Spaziergänge und die Stolperstein-Radtour im Frühjahr gehörten zu den kulturell und historisch bedeutenden Formaten des Jubiläumsprogramms. Sie führten durch verschiedene Stadtteile Kölns und machten die Geschichte ehemaliger jüdischer Mitglieder der Sektion sichtbar.

Die Veranstaltungen gingen auf die intensive Aufarbeitung der Vereinsgeschichte zurück, die 2016 in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln veröffentlicht wurde. An den einzelnen Stolpersteinen hielt Kalle Kubatschka, 1. Vorsitzender des Kölner Alpenvereins, kurze Vorträge über die ehemaligen Mitglieder und ihre Lebensgeschichten.

An verschiedenen Orten ergänzten musikalische Beiträge des Ballhaus-Trios sowie von The Klezmer Tunes die Veranstaltungen. Die Musik verlieh vielen Momenten eine zusätzliche emotionale Ebene – manchmal wurde sogar mitgesungen und getanzt.

Weitere Veranstaltungen des Stolperstein-Projekts sind für September 2026 geplant.

Alphörner am Kölner Dom

Ein ganz anderes Bild bot der Flashmob am Roncalliplatz am 11. Mai 2026: Alphornbläser trafen dort auf verschiedene Gruppen des Vereins. Direkt neben dem Kölner Dom formierten sich Mitglieder unterschiedlicher Sektionen und wurden schließlich mit einer Geburtstagstorte überrascht. Auch WDR-Autor Jens Gleisberg war vor Ort. Der Beitrag ist in der WDR-Lokalzeit (ab Minute 09:37) zu sehen: WDR Lokalzeit Köln vom 11.05.2026

Ausstellung bei Globetrotter im Oktober

Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Vereins von den Anfängen 1876 bis heute – mit historischen Bildern, Ausrüstungsgegenständen und Einblicken in 150 Jahre Bergsportgeschichte zwischen Köln und den Alpen. Zur Vernissage am 2. Oktober 2026 bei Globetrotter Köln sind alle herzlich eingeladen.

Weitere Infos: Jubiläumsprogramm

Fotos: Simone und Marian Szymanski, Text: Simone Szymanski